Everglades National Park

Der Everglades National Park ist einer der bekanntesten Nationalparks der USA und befindet sich auf der Südspitze von Florida. Seit 1979 gehört der Park auch zum UNESCO Weltkulturerbe.

Der Everglades National Park ist einer der bekanntesten Nationalparks der USA und befindet sich auf der Südspitze von Florida. Seit 1979 gehört der Park auch zum UNESCO Weltkulturerbe. Die Everglades sind ein einzigartiges Flusssystem, das langsam von Norden nach Süden fließt und auch als „River of Grass“ bekannt ist.

Der durchschnittliche Wasserstand in den Everglades variiert je nach Jahreszeit und Standort. Typischerweise liegt der Wasserstand während der Trockenzeit (Winter) zwischen 15 und 60 cm, während er in der Regenzeit (Sommer) auf 60 bis 150 cm ansteigen kann.

Der Park besteht vorwiegend aus Feuchtgebieten und Mangrovenwäldern. Einige Flusssysteme sind geographisch vorhanden, meist jedoch nicht eindeutig als solche erkennbar. Eines dieser Flusssysteme ist Shark Valley, eines der beliebtesten Ausflugsziele für Eintages-Besuche des Parks. Wer die Fauna und Flora dieses einzigartigen Lebensraums genauer beobachten und erleben möchte, sollte sich mindestens 2-3 Tage Zeit nehmen.

Flora & Fauna des Everglades National Park

Das Ökosystem der Everglades ist einzigartig. Generell kann man die Region in unterschiedliche Sub-Systeme aufteilen:

  • Süßwassersümpfe und Mergelprärien
  • Tropische „Hammocks“
  • Pinienwälder
  • Zypressen- und Mangrovenwälder
  • Küstentiefland
  • Meer und Flussmündungen

Besonders bekannt sind die Everglades als Lebensraum der Alligatoren. Aber auch zahlreiche andere Tierarten wie Bobcats, Schlangen und unzählige Vogelarten nennen das Gebiet des Everglades National Parks ihre Heimat. Auch einige gefährdete Tierarten wie der Florida Panther sind hier beheimatet.

Alligator in den Everglades
Alligator in den Everglades

In den vergangenen Jahrzehnten haben sich jedoch auch einige nicht-heimische Tierarten hier stark vermehrt. Ungefähr 26 Prozent aller Fische, Reptilien, Vögel und Säugetiere in Südflorida sind exotisch – mehr als in jedem anderen Teil der Vereinigten Staaten – und die Region beherbergt eine der höchsten Mengen an exotischen Pflanzenarten weltweit.

Zu einer regelrechten Plage sind die dunklen Tigerpythons geworden, die ursprünglich aus Südostasien stammen. Sie bedrohen insbesondere den Nachwuchs der Alligatoren. Jedes Jahr werden regelrechte Python-Jagden veranstaltet um das natürliche Gleichgewicht der Everglades zu erhalten. Diese Jagden reichen jedoch nicht aus, um dieser invasiven Tierart Einhalt zu gebieten.

Auch in der Pflanzenwelt haben sich Arten verbreitet, die das sensible Ökosystem der Everglades bedrohen, unter anderem einige Farne und Baumarten die sich über die natürliche Aussaat aus dem bewirtschafteten und bewohnten Raum Floridas hier breit gemacht haben.

Marschland im Everglades National Park
Marschland im Everglades National Park

Durch den hohen Sumpflandanteil kommt es jedes Jahr zu regelrechten Moskito-Plagen, besonders in den Sommermonaten können diese Stechmücken den Besuch sehr unangenehm werden lassen. Lange Kleidung und Moskito-Repellent-Spray können hier Abhilfe schaffen. Besonders gut wirken Anti-Mücken Sprays, die man direkt in Florida bei CVS, Walgreens oder auch in Supermärkten erhält. Marken aus Europa zeigen hier weniger gute Wirkung.

Auswirkungen von Hurricanes auf die Everglades

Sturmfluten, besonders durch Hurricanes verursacht, haben tiefgreifende Auswirkungen auf die empfindlichen Ökosysteme der Everglades. Wenn Salzwasser in die Süßwasserbereiche eindringt, leiden viele Pflanzen und Tiere. Die Winde und Wassermassen entwurzeln Vegetation und vertreiben oder töten Tiere, während Erosion und Sedimentablagerung die Landschaft verändern. Diese Ereignisse hinterlassen nicht nur unmittelbare Schäden, sondern beeinflussen auch langfristig die Biodiversität und das ökologische Gleichgewicht der Everglades, was die Notwendigkeit des Schutzes dieser einzigartigen Region unterstreicht.

Indianische Ureinwohner der Everglades

Die Miccosukee und Seminole Indianer sind zwei indigene Gruppen, die in den Everglades leben und eine tiefe kulturelle und historische Verbindung zu dieser Region haben. Die Miccosukee, die sich im 18. Jahrhundert von den Creek-Völkern abspalteten, bewahren ihre traditionellen Lebensweisen und Sprache.

Die Seminolen, Nachfahren verschiedener indigener Völker, sind für ihren Widerstand gegen die Umsiedlung im 19. Jahrhundert bekannt. Beide Gruppen betreiben heute Kulturtourismus und Naturschutzprojekte, um ihr Erbe und die einzigartige Umwelt der Everglades zu schützen.

Die Beziehung zwischen den Stämmen und dem Nationalpark ist geprägt von Kooperation und Respekt für ihr kulturelles Erbe.

Aktivitäten

Wandern im Everglades National Park

Besonders in der Nähe der Visitor Center gibt es zahlreiche kurze bis mittellange Wanderwege. Beliebte Wanderwege sind der Shark Valley Trail und der Anhinga Trail.

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Wenn du längere Wanderungen in den Everglades planst, ist sorgfältige Vorbereitung unerlässlich. Nimm ausreichend Wasser und energiereiche Snacks mit, um dich hydratisiert und gestärkt zu halten. Sonnenschutz ist ebenso wichtig: Verwende Sonnencreme, trage einen Hut und eine Sonnenbrille. Insektenschutzmittel sind unverzichtbar, da die Region für ihre Mückenpopulation bekannt ist. Leichte, langärmelige Kleidung und wasserdichte Wanderschuhe schützen dich vor den Elementen. Karten oder ein GPS-Gerät helfen bei der Orientierung, da der Mobilfunkempfang stark eingeschränkt sein kann. Ein gut ausgestattetes Erste-Hilfe-Set sollte ebenfalls immer dabei sein.

Airboat Touren

Im Everglades Nationalpark gibt es zahlreiche Anbieter von Airboat Touren. Während dieser Touren kann man nicht nur die einzigartige Steppen- oder Mangrovenlandschaft bewundern, die Guides kennen auch die Orte an denen sich häufig Alligatoren oder Vögel aufhalten.

Kajaktour in Flamingo

Flamingo ist eine historische Ortschaft am südlichen Ende des Everglades Nationalparks. Gegründet im späten 19. Jahrhundert, war es ursprünglich eine Fischer- und Garnelenfanggemeinde. Benannt nach den rosafarbenen Flamingos, die einst in der Region zahlreich waren, wurde Flamingo später Teil des Nationalparks, um die einzigartigen Ökosysteme der Everglades zu schützen. Heute dient es als Ausgangspunkt für Besucher des Parks, bietet Übernachtungsmöglichkeiten, Bootsfahrten und eine Gelegenheit, die reiche Tier- und Pflanzenwelt der Everglades zu erkunden.

In Flamingo kann man sich Kajaks ausborgen um damit entlang des Flamingo Canal zu paddeln. Entlang des Ufers kann man hier zahlreiche Vogelarten, Krabben und kleine Säugetiere beobachten. Im Wasser tummeln sich neben Fischen auch vereinzelt Krokodile. Alligatoren gibt es im Gebiet rund um Flamingo nicht.

Erreichbarkeit

Der Park ist sowohl von der Atlantikküste (Miami, Fort Lauderdale) als auch von der Golfküste (Fort Myers, Naples) gut mit dem Auto erreichbar. Eine beliebte Strecke durch den Park ist der US Highway 41, auch Tamiami Trail genannt.

Besucherzentren

Wie bei den meisten Nationalparks zahlt sich auch im Everglades Nationalpark der Besuch eines der Besucherzentren aus. Hier gibt es nicht nur Karten des Parks in dem die zahlreichen Wanderwege eingezeichnet sind, sondern auch mit viel Liebe zum Detail gestaltete Ausstellungen über das Ökosystem.

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Der Everglades Nationalpark akzeptiert auch den America the Beautiful pass.

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